Aktuelles zum Zika-Virus
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Zika-Virus und die Missbildungen bei Babys
Täglich ereilen uns neue Schreckensmeldungen zum Zika-Virus, wovon besonders Brasilien betroffen ist. Das Virus, was durch die Stechmücke der Gattung Aedes übertragen wird, soll vor allem für Schwangere gefährlich sein, genauer für das ungeborene Kind. Die Infektion, die in 80 % der Fälle eher harmlos verläuft und häufig erst gar nicht von den Betroffenen bemerkt wird, soll bei infizierten Schwangeren zu der gefürchteten Mikrozephalie (zu kleiner Kopf und neurologischen Schäden) beim ungeborenen Kind führen.
Die Zahlen der WHO von missgebildeten Neugeborenen sind jedoch fraglich. So wird bereits ein Kopfumfang des Babys von 32 cm gemeldet und erhöht somit die Zahl, auch wenn noch nicht sicher ist, dass es sich um Mikozephalie handelt. Die Panikmache führt dazu, dass sich die Anzahl der Abtreibungen erhöht hat. So sollen, nach einem Zeitungsbericht, in Brasilien immer mehr Schwangere zum Arzt gehen und um eine anonyme Abtreibung bitten.
Einen nachgewiesenen Zusammenhang zwischen Zika und den Fehlbildungen bei Neugeborenen gibt es noch nicht.
Die WHO hat den Gesundheitsnotstand ausgerufen
Die WHO hat nun den globalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Seit 2015 kamen in Südamerika tausende von Babys mit verformten Köpfen zur Welt. Auch wenn der Zusammenhang zwischen Zika und den Missbildungen bisher nicht nachgewiesen werden konnte, so wird eine direkte Verbindung vermutet.
Das Zika-Virus hat sich bereits in 25 Ländern ausgebreitet. Süd- und Mittelamerika ist bis auf fünf Länder (Kuba, Chile, Peru, Argentinien, Uruguay) davon betroffen. Allein in Kolumbien geht man etwa von einer halben Million Ansteckungen in den nächsten Monaten aus.
Zika-Infektion durch Sexualkontakt
Erstmals ist jetzt ein Fall bekannt geworden, wobei eine infizierte Person aus einem betroffenen Land zurückgekommen war und über Sexualkontakt das Virus übertragen hat. Bekannt wurde der Fall im US-Bundesstaat Texas. Was bislang nur als Vermutung galt, dass sich das Zika-Virus über sexuellen Kontakt übertragen kann, ist somit bestätigt.
Bild: pixabay website5
Zika-Virus – Impfstoffentwicklung vorantreiben
Bislang gibt es weder einen Impfstoff noch eine gezielte Maßnahme nach einer Infektion. Auftretende Beschwerden können somit nur mit entsprechenden Medikamenten gelindert werden. Die Entwicklung eines Impfstoffs soll jetzt massiv vorangetrieben werden. Zudem ist es Ziel, die Seuche einzudämmen. Dazu braucht es Aufklärung und Geld. Um Zika den Kampf anzusagen will das IFRC 2,3 Millionen Dollar einsammeln.
Bis dahin gilt es, sich vorbeugend zu schützen, wenn man in die betroffenen Länder reist, und zwar mit ausreichend Insektenschutzmittel und gegebenenfalls Moskitonetzen.
Eine allgemeine Reisewarnung hat die WHO bislang noch nicht ausgesprochen
Wer sich jedoch trotz allem infiziert, ist danach immun.
03.02.2016
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